Brustvergrößerung (Mamma-Augmentation)  
   
 

Die ideale Brustform findet sich natürlicherweise selten. Es gibt auch keine normale oder ideale Brust. Hier ist jede Frau ihr eigenes Individuum. Bei manchen Frauen verbleibt die Brust sehr klein, was mit einer Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls einhergeht. Hier kann in vielen Fällen durch Einlagerung eines Implantats eine sehr schöne Form erzielt werden. Darüber hinaus kommt es häufig zur Brusterschlaffung mit einem Absacken der Brust. Diese schlaffe Haut kann durch eine Vergrößerung ebenfalls wieder verbessert werden. In manchen Fällen ist die gleichzeitige Straffung des Hautmantels erforderlich. Zu große Brustwarzen können in einem solchen Fall verkleinert werden, ebenfalls der zu große Warzenhof. Die persönliche Grundform der Brust ist grundsätzlich vorgegeben und mögliche Veränderungen orientieren sich immer nach der Grundform der Brust.

 
   
  Brustvergrößerung  
 

Die Fülle der Brustdrüse kann durch das Einsetzen von Gewebe wieder hergestellt werden. Dieses geschieht durch Hautschnitte, entweder in der Brustumschlagsfalte, in der Achselhöhle oder im Bereich der Brustwarze. Es werden von diesen Schnitten aus Kissen unter die Brustdrüse oder unter den großen Brustmuskel verbracht. Das jeweilige Verfahren wird von der vorgebenden Brustform, der Dicke des Gewebes und von Ihren persönlichen Wünschen bestimmt. Die folgende Abbildung zeigt Ihnen, wie die Vergrößerung der Brust funktioniert. Es werden dabei Kissen, entweder hinter die Brustdrüse oder hinter den großen Brustmuskel eingelegt. Die Kissen können mit unterschiedlichen Materialien gefüllt werden, die Hülle ist in jedem Fall aus Silikon. Nach dem aktuellen Stand der Forschung kann zurzeit aber nur eine Füllung, entweder mit Kochsalzlösung oder mit Silikon oder mit Silikon-Gel empfohlen werden. Andere Materialien wie Naturöle (z.B. Sojaöl) oder Hydrogele haben zu viele überraschende Nebenwirkungen gezeigt oder die Stoffe sind noch nicht ausreichend erforscht, was die Wechselwirkungen mit dem Körper angehen. Die kochsalzgefüllten Implantate bieten die Möglichkeit über einen Port die Größe des Volumens zu verändern. Somit kann ggf. die Größe im Nachhinein exakt ihren Vorstellungen angepasst werden. Die Nachteile dieser Methode sind, dass der Inhalt im Laufe der Zeit durch Diffusion abnimmt. Ein weiterer Nachteil ist die Elastizität des Wassers, was in einigen Fällen zu Geräuschen führen kann und was beim Betasten einen unnatürlichen Effekt aufweist.

 
   
  Silikon-Gel  
 

Silikon wird aus Silizium hergestellt. Dabei entstehen lange Molekülketten, die sich verformen. Die Füllung mit Silikon-Gel ist eine Neuentwicklung aus den letzten Jahren. Diese führt dazu, dass das Silikon nicht mehr ausfließt sondern in seiner Form, auch bei einer Verletzung der Hülle, erhalten bleibt, so dass kein Silikon-Gel in das Gewebe austreten kann. Auch der Austritt von Silikon-Ölen ist heute nicht mehr aktuell. Für genauere Informationen stehen ihnen aber bei uns die Produktinformationen einzelner Hersteller zu Verfügung.

 
 

Die vielen hierzu auftretenden Fragen können in einem persönlichen Informationsgespräch besser geklärt werden.

 
 

Vorteile der Implantate aus Silikon-Gel sind die weiche Konsistenz und die Tatsache, dass die Silikon-Gelkissen häufig nicht mehr tastbar sind. Dieses hängt aber auch von dem umgebenden Gewebe ab. Die gründliche medizinische Forschung und die lange Erfahrung mit diesen Implantaten sind darüber hinaus ein Garant für geringe und wenn dann für bekannte Nebenwirkungen und Nachteile.

 
 

Über die geeigneten Implantate können wir Ihnen nur in einem persönlichen Gespräch Klarheit verschaffen.

 
   
  Risiken der Operation  
 

In den allgemeinen Risiken einer Operation, wie Nachblutung, Infektion oder störender Narbenbildung kann es bei der Implantation von Kissen in die Brust zu einer störenden Kapselbildung kommen. Hierbei schrumpft vom Körper gebildetes Gewebe so zusammen, dass das Implantat sich verformt und die Brust sich hart anfühlt. In diesen Fällen hilft häufig nur eine erneute Operation.

Die Krankenkassen übernehmen die Implantation von Kissen unter die Brust in bestimmen Fällen. Diese sind z.B. bei einseitig fehlender Brustentwicklung, bei starker Unterentwicklung einer Brust und in seltenen Fällen auch bei beidseitiger Unter- oder Fehlentwicklung der Brust. In diesen Fällen können wir ihnen mit einer Beratung natürlich weiterhelfen und entsprechend der Vorgaben die Kostenübernahme auch einleiten.

 
   
  Kapselbildung  
 

In den meisten Fällen einer Kapselbildung entsteht diese frühzeitig, häufig schon im ersten halben Jahr nach der Operation. Es gibt keine Möglichkeit vorher ein erhöhtes Risiko zu erkennen. Die Kapselbildung geht häufig einher mit Schmerzen und einer Verfestigung der Brust.

Stillen ist auch bei eingelegten Silikon-Implantaten uneingeschränkt möglich. Silikon kann nicht in der Muttermilch von Implantatträgerinnen nachgewiesen werden.

Nach der Operation ist ein weicher BH für 6 Wochen erforderlich. Sport kann während dieser Zeit, insbesondere bei Verlagerung unter dem Brustmuskel im Bereich der oberen Extremitäten nur mit Einschränkungen betrieben werden. Die Operation ist je nach Befund ambulant möglich, kann aber auch im Krankenhaus durchgeführt werden. Aufstehen ist unmittelbar nach der Operation wieder erlaubt. Mit einer Ausfallzeit von 1 – 2 Wochen ist bei normalem Verlauf zu rechnen.

 
   
 

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